Fütterung unserer Wildvögel
- Christiane Brönnimann

- 9. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Warum umsere Unterstützung zählt
Wenn im Winter die ersten Schneeflocken fallen und die Natur zur Ruhe kommt, beobachte ich mit grosser Freude die gefiederten Besucher an meinem Futterhäuschen. Es ist für mich jedes Jahr ein kleines Wunder, wie unsere Wildvögel die kalte Jahreszeit meistern – und wie wir sie dabei sinnvoll unterstützen können. Auch wenn viele heimische Vogelarten den Winter gut überstehen, wird es für einige zunehmend schwieriger, ausreichend Nahrung zu finden. Gründe dafür sind unter anderem:
intensive Landwirtschaft
weniger natürliche Hecken, Sträucher und alte Bäume
versiegelte Flächen und strukturarme Gärten
Eine achtsame Winterfütterung ist zwar kein Ersatz für echten Artenschutz – aber sie schenkt Nahrung, Energie und ein Stück Lebensraum. Gleichzeitig verbindet sie uns mit der Natur und lässt uns die Vogelwelt aus nächster Nähe erleben. Denn wer Vögel beobachtet, beginnt oft automatisch, sich noch stärker für ihren Schutz einzusetzen.
Wer frisst eigentlich was?
Unsere Wildvögel haben – genau wie wir – unterschiedliche Vorlieben. Mit einer kleinen Vielfalt im Futterangebot kannst du verschiedene Arten unterstützen:

Vogeltyp | Passendes Futter | Beispiele |
Körnerliebhaber | Sonnenblumenkerne, Hanf, Haferflocken, Erdnussbruch | Spatzen, Finken, Meisen |
Weichfutter-Fans | Rosinen, Äpfel, Beeren, Haferflocken, Mehlwürmer | Amseln, Rotkehlchen, Zaunkönig |
Allesfresser | Körner + Fettfutter + Insekten | Meisen, Spechte |
Wichtig: Bitte kein Futter in Plastiknetzen – darin können sich Vögel verheddern, und es entsteht unnötiger Müll.
Ein guter Platz für die Futterstelle
Je geschützter, desto besser. Achte darauf, den Futterplatz so zu wählen, dass er den Vögeln Sicherheit bietet:
in der Nähe von Büschen oder Hecken (Schutz vor Wind & Feinden)
mit etwas Abstand zu Fenstern (Kollisionsgefahr)
erhöht und mit glatter Stange, damit Katzen nicht hochklettern können
Hängende Futterspender eignen sich besonders für Meisen, Futterhäuser für Spatzen & Finken, und Amseln fressen am liebsten am Boden.
Sauberkeit schützt die Gesundheit
Damit sich keine Krankheiten verbreiten, ist Hygiene wichtig:
Futterstelle regelmässig reinigen
nur so viel Futter anbieten, wie in 1–2 Tagen gefressen wird
verschmutztes, nasses oder schimmeliges Futter sofort entfernen
Nur im Winter – oder das ganze Jahr?
Viele beginnen erst bei Frost und Schnee mit dem Füttern. Doch gerade während der Brutzeit benötigen Elternvögel viel Energie, um ihre Jungen zu versorgen. Eine ganzjährige, angepasste Fütterung kann deshalb sinnvoll sein – besonders in Gegenden mit wenig natürlichem Nahrungsangebot.
Ich wünsche dir viel Freude beim Beobachten deiner gefiederten Wintergäste – sie werden es dir danken.




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